„Wassertreten“ im kühlen Nass



Das Wassertreten ist wohl die berühmteste Wasseranwendung von Sebastian Kneipp. Nicht nur die einfache Umsetzung, auch die gesundheitlichen Vorteile haben mich schon vor Jahren überzeugt.


Gerade in der heißen Jahreszeit baue ich deshalb diese Kaltwasser-Anwendung regelmäßig in meinen Alltag ein.


Das hier sind nur einige der vielfältigen Wirkungsweisen des Wassertretens:
An heißen Tagen wie heute, schätzt man nicht nur die kühlende Wirkung, sondern auch, dass der Kreislauf angeregt wird - man fühlt sich wach und erfrischt. Außerdem fördert es den Stoffwechsel und die Durchblutung, kräftigt die Venen und hilft gegen Krampfadern. Bei einer Anwendung am Abend fördert es einen guten Schlaf und auch bei Migräne kann das kühle Nass lindernd wirken.


Wie funktioniert diese Kneipp-Anwendung?

Zum „Treten“ ist im Prinzip Vieles geeignet - angefangen beim Bach um die Ecke, über das Tretbecken in der Sauna, bis hin zur Badewanne. 
Wichtig ist, dass das Wasser unter 18 Grad haben und nicht über die Knie reichen sollte.

Ablauf:

• Stelle dich ins Wasser und trete langsam auf der Stelle. Dabei ziehst du bei jedem Schritt ein Bein komplett aus dem Wasser. Stell‘ dir das wie einen Storchengang vor.
• Wenn der Kältereiz zu stark wird, beende die Anwendung.
• Ziehe gleich anschließend Socken und Schuhe an und gehe ein paar Schritte, um deine Füße angenehm aufzuwärmen.

Vielleicht magst du gleich heute diesen Liebling unter den Kneipp-Anwendungen ausprobieren.

Achtung: Bitte verzichte aber auf diese Anwendung, wenn du unter Harnwegsinfektionen, Blasen- und Nierenkrankheiten, Unterleibsinfektionen und schweren arteriellen Durchblutungsstörungen leidest.

In diesem Sinne - keep it cool!

 


12. August 2020, Beitrag von Melanie M.

Achte auf dich.



Ein Weg zur Selbstachtung.


Beachte dich. 

Schenke dir Aufmerksamkeit. Beachte dich und nimm‘ wahr, dass du da bist. Nimm‘ wahr, dass du jetzt hier bist. Du. Schenke dir selbst die Beachtung, die sonst all die Menschen und die Dingen um dich herum bekommen. 

Beachte dich.


Beobachte dich.
Lerne dich kennen. Erforsche und sei neugierig. Beobachte die Empfindungen deines Körpers. Beobachte die Gedanken, die tagtäglich auftauchen und die Gefühle, die deinen Tag lebendig machen. Sei ein freundlicher, neugieriger und geduldiger Beobachter von dir selbst.
Beobachte dich.


Achte dich.
Sei achtsam mit dir selbst. Achte auf deine Bedürfnisse. Achte auf deine Grenzen. Achte sie, ehre sie, indem du danach handelst und deine Wahrheit sprichst. Lebe Integrität.
Achte dich.

Aus sich beachten und beobachten wird sich selbst achten.

Achte auf dich!

 


23. Juli 2020, Beitrag von Melanie M.

Gleichgewicht halten.

Kannst du das Mittelmaß zwischen „zu viel“ und „zu wenig“ halten? Meist neigen wir zur Einseitigkeit in unserer Lebensgestaltung. Sei es in Bezug auf Arbeit und Freizeit, auf Bewegung und Ruhephasen, auf Geselligkeit und Alleinsein usw.


Die richtige Balance zu finden, ist wohl eine Lebensaufgabe. Und wie bei allen großen Aufgaben, gilt auch auch hier: Sich vorarbeiten, Schritt für Schritt, mit Geduld und Freundlichkeit sich selbst gegenüber.


Wenn du mehr Balance in dein Leben bringen möchtest, dann beginne bei den kleinen Dingen. Jedes Mal, wenn du etwas in den Ausgleich bringst - und sei es auch eine noch so unscheinbare Kleinigkeit - hast du einen Schritt in die gewünschte Richtung gemacht. 


Versuche nicht, dein Vorhaben als starre Checkliste abzuarbeiten, denn dann bleibt es ein nicht authentisches Pflichtprogramm für dich. Vielmehr soll es zu einer echten inneren Haltung werden. Das Gefühl für Ausgeglichenheit muss sich verinnerlichen. Und dafür braucht es Zeit.


Also, beginne damit, Kleinigkeiten in Balance zu bringen. Finde deine individuellen und alltäglichen Einseitigkeiten und beobachte, welche Tätigkeiten und Situationen dich durch den Tag begleiten. Was könntest du tun, um sie auszugleichen? Hier habe ich ein paar Anregungen für dich.


• Du liebst Schokolade? Sie schmeckt auch sehr lecker. Um deinen Geschmackssinn jedoch nicht nur in eine Richtung zu gewöhnen, baue Bitterstoffe (z.B. Löwenzahn, bittere Salate) in deine Ernährung ein. So beugst du Einseitigkeit beim Essen vor.


• Lieblingsschuhe sind toll - finde am besten ein paar verschiedene davon. Abwechslung beim Schuhwerk sorgt dafür, dass deine Fußmuskulatur anpassungsfähig bleibt. Auch barfuß gehen ist ein idealer Ausgleich in unserer „Schuhkultur“.


• Keep it natural. Gönne deinen Haaren eine Auszeit von Glätteisen und Lockenstab und belasse sie immer wieder mal in ihrer natürlichen Struktur. Schaffe Balance zwischen Styling und Natürlichkeit.


• Für alle berufsbedingten „Vielsitzer“ unter euch: Verändere regelmäßig die Sitzposition. Wechsle zwischen deinem Bürostuhl und z.B. einem Rollhocker oder einem Sitzball. So gleichst du eine zu einseitige Körperhaltung aus.


So wirst du langsam aber sicher ein Gefühl dafür entwickeln, wo du dich zu sehr in eine Richtung bewegst und wo es Ausgleich bedarf. Diese erlangte Bewusstheit wird auch nicht vor den großen Lebensbereichen halt machen. Wenn du dein Bestreben nach Balance verinnerlicht hast, wirst du auch wissen, wann es Zeit für einen Urlaub ist und wann wieder Schaffenszeit ist. Du wirst merken, wann dein Körper ein Wochenende ohne Sport braucht und wann die Zeit ist, um sich zu bewegen. Du wirst wissen, wann Alleinsein und Innenschau angebracht ist und wann du die Begegnung mit anderen brauchst.


Beginne im Kleinen, das Große wird folgen.


Ich wünsche dir, dass du die ungesunden Einseitigkeiten in deinem Leben aufspürst und das Gleichgewicht findest.

 


14. Juni 2020, Beitrag von Melanie M.

Leichtigkeit im Juni

Willkommen im wunderbaren Monat Juni! Die Tage sind die längsten des Jahres und die Temperaturen sind angenehm warm. Diese Mischung macht wohl diese besondere Zeit der Leichtigkeit und Lebensfreude aus. 

Es lohnt sich, aktuelle Zeitqualitäten wahrzunehmen, sie bewusst zu erleben und sich vielleicht auch tiefer damit zu beschäftigen. Dadurch stärkt man gewisse Lebensbereiche nachhaltig und kann später leichter darauf zurückgreifen. Zelebriere die Leichtigkeit, die im Juni so spürbar ist. Laue Abende auf der Terrasse oder in einem schönen Gastgarten, luftige Sommerkleider, Helligkeit schon am frühen Morgen und Lust auf gesellige Treffen im Freien - das alles lässt die Tage irgendwie müheloser und leichter erscheinen.

Wie kannst du Leichtigkeit leben und auch nachhaltig in dir stärken?

Erlebe Leichtigkeit durch deine klare Entscheidung. 
Alleine durch die Absicht, Leichtigkeit in deinem Leben zu begrüßen, wirst du sie viel bewusster erleben. Dein Unterbewusstsein nimmt dich beim Wort und lenkt jene Dinge in deinen Fokus, die mit deiner Definition von Leichtigkeit resonieren. Entscheide dich für ein leichtes, unbeschwertes Leben im Juni.

Nutze den kreativen Ausdruck, um die Qualität der Leichtigkeit zu verankern.
Mich hat dieses unbeschwerte Gefühl dazu inspiriert, ein Mobile zu basteln. Es ist meine Interpretation der Monatsenergie im Juni. Bei dir ist es vielleicht eine selbst formulierte Affirmation, das Bild einer Feder, oder ein bestimmtes Lied. In den dunkleren Phasen des Jahres findest du somit den Zugang zu deiner inneren Leichtigkeit, wenn sie im Außen gerade fehlt.

Verbinde dich mit der Unbeschwertheit des Frühsommers, begrüße sie in deinem Leben und drücke sie durch deine individuelle Kreativität aus.

Ich wünsche dir einen wundervollen Juni.
 


5. Juni 2020, Beitrag von Melanie M.

Wohlbefinden - Ein schönes Zuhause


Wohlbefinden...das klingt so wunderbar unaufregend und einfach, dass man seine Bedeutung schnell unterschätzen könnte. 

Sich wohl zu fühlen, ist so ähnlich, wie nach zu Hause kommen. Ankommen, in einem liebevollen Zuhause, in dem man mit Freude empfangen wird. Nörgelei, Respektlosigkeit und Perfektionismus wurden am Eingangstor abgegeben. Ein Zuhause, wo man vertrauen kann, sich maskenlos und nackt zeigen kann. Wo man Wertschätzung und Akzeptanz erfährt, für all seine Gaben und Talente, aber auch für seine Makel. Wohlbefinden führt uns zu unserer Natürlichkeit zurück. Wohlbefinden entsteht, wenn man sein darf, wie und wer man ist.

Wenn du dich in deinem Körper wohl fühlen möchtest, dann sei ein solches Zuhause für ihn. Wie? Mit Anerkennung, Wertschätzung und Mitgefühl.

Erkenne deinen Körper dafür an, dass er tagtäglich funktioniert. Beobachte ihn bewusst bei seinen Bewegungen. Für die einen mag das ein Spaziergang sein, für andere ein intensives Work-out, tanzen oder eine Handwerkskunst. Nimm‘ dir immer wieder die Zeit, um den Bewegungen deines Körpers aufmerksam zuzuschauen. Sieh‘, wie fein und präzise sich deine Finger bewegen, wie elegant, kontrolliert oder dynamisch du sein kannst. Durch diese Anerkennung öffnest du die Tür zu einem liebevollen Zuhause.

Wenn du erkennst, was dein Körper jeden Tag leistet, dann wirst du wahrscheinlich auch Dankbarkeit fühlen. Zeige sie! So, wie wir einem Freund danke sagen, wenn er für uns da ist, so können wir das auch für unseren Körper tun. Schenke dir die Zeit für ein entspannendes Bad, für eine Massage, lasse hochwertige Produkte in und auf deinen Körper, oder gönne dir ein schönes Kleidungsstück, das sich gut auf deiner Haut anfühlt. Solche Geschenke der Wertschätzung machen ein Zuhause erst zu einem gemütlichen, wohligen Ort. Gestalte aktiv ein solches Umfeld - dein Körper wird es dir mit Wohlbefinden danken.

Was aber, wenn da doch noch diese Makel sind - die besonderen „Ecken und Kanten“, die es dir manchmal schwer machen, dankbar für deinen Körper zu sein? Dann braucht es dein Mitgefühl. Mitgefühl ist eigentlich kein Gefühl, sondern vielmehr ein Zustand. 

Man spürt ein tiefes Verständnis, bedingungslose Akzeptanz und Wohlwollen für das, was da ist: „Es ist, wie es ist. Und es ist gut, wie es ist.“ 

Allerdings kann man Mitgefühl nicht einfach „machen“. Es ist etwas, das scheinbar von selbst geschieht, wenn man den Weg der ehrlichen Anerkennung, der liebevollen Wertschätzung und der Dankbarkeit geht. Irgendwann gibt es dann einen Moment, in dem alles genau richtig ist, wie es eben ist. Nicht, weil es der Kopf sagt, sondern weil man es mit jeder Zelle seines Körpers spürt. 

Wohlbefinden entsteht, wenn man sein darf, wie und wer man ist.

Ich wünsche dir, dass du dir selbst ein Zuhause gestalten kannst, in dem sein darfst, wie und wer du bist. Ich wünsche dir Wohlbefinden.



30. Mai 2020, Beitrag von Melanie M.

"Bin ich durstig?“


Es ist wichtig für den Körper, ausreichend Wasser zu trinken. Natürlich erzähle ich dir nichts Neues, wenn ich dir das sage. Du weißt, dass es gut für dich ist, Flüssigkeit in Form von reinem Wasser zu dir zu nehmen. Du hast schon unzählige Male gehört, wie förderlich das für deine Gesundheit ist.

Nach dem Wissen folgt die Umsetzung.
Deine Aufmerksamkeit und ein paar Sekunden deiner Zeit, ist alles, was du dafür brauchst.

Wie viel Wasser trinkst du am Tag? Dabei geht es weniger um eine exakte Menge, die eingehalten werden muss. Viel mehr geht es darum, dass du dir regelmäßig Zeit nimmst, und dich selbst fragst, ob du gerade durstig bist. Dein Körper kennt die Antwort - schenke ihm kurz deine Aufmerksamkeit: wie ist dein Empfinden im Bauchraum, im Mund, auf der Zunge, wie fühlt sich dein Kopf an, kannst du dich gerade gut konzentrieren? Was im ersten Moment klingt, als würde es viel Zeit beanspruchen, dauert nur einige Sekunden.

Oft trinken wir zu wenig, weil wir darauf vergessen. Wir vergessen, uns die Frage zu stellen: „Bin ich gerade durstig?“ Deswegen empfehle ich dir, dich selbst daran zu erinnern. 

• Nutze die Erinnerungsfunktion auf deinem Smartphone, die dich z.B. alle zwei Stunden daran erinnert, dir diese Frage zu stellen. 

• Richte einen Platz im Büro oder in deiner Wohnung ein, an den du jeden Morgen einen großen Krug Wasser und ein Glas stellst. Gestalte diese „Wasserstelle“ ansprechend, mit einem besonderen Tablett, einem Tischkalender, einer Blumenvase, usw. - ein schöner Blickfang als Erinnerung.

• Nutze blaue Klebepunkte als Reminder. Klebe sie z.B. auf den Start-Button deines PCs, auf die Küchentür oder Kaffeemaschine. Wenn du den blauen Punkt siehst, kannst du dich fragen: „Braucht mein Körper gerade einen Schluck Wasser?“

Nimm’ dir jeden Tag diese Augenblicke, um regelmäßig in Kontakt mit deinen Körperempfindungen zu gehen. Deine Aufmerksamkeit und ein paar Sekunden deiner Zeit, ist alles, was du dafür brauchst. Und bald wirst du bemerken, dass du auch ohne Reminder erkennst, wenn du mehr Wasser trinken sollst. 

Ich wünsche euch einen erfolgreichen Tag.
Eure Melanie


4. Mai 2020, Beitrag von Melanie M.

Kontaktpflege

Wie tritt man in Kontakt mit bekannten und auch mit fremden Menschen, wenn ein freundliches Lächeln von einer Maske verdeckt wird, oder, wenn Umarmungen und Händeschütteln untersagt werden?

Einige Menschen reagieren auf alltägliche Begegnungen im öffentlichen Raum unsicher, abweisend, manchmal sogar etwas taktlos. Gerade die aktuellen Umstände (Mund-Nasen-Schutz und verordneter Mindestabstand), sollten aber doch das Gegenteil in uns hervorrufen: Feingefühl und Empathie.


Es wird eine teilweise Verhüllung unserer Mimik gefordert, was den zwischenmenschlichen Austausch erschwert, denn v.A. die nonverbalen Signale lassen uns instinktiv und emphatisch auf unser Gegenüber regieren. Es erfordert nun also noch mehr Achtsamkeit in der Kommunikation mit unseren Mitmenschen.

Außerdem wird uns durch die Einhaltungspflicht eines Mindestabstands der Handschlag zur Begrüßung verwehrt. Diese scheinbar unwichtige Geste hat für mich eine große Bedeutung, denn sie erinnert uns daran, präsent zu sein. Körperliche Reize bringen unsere Aufmerksamkeit sekundenschnell in die Gegenwart. Wenn ich jemandem meine Hand gebe, dann begegne ich meinem Gegenüber bewusst.

Diese Desensibilisierung bzgl. „Social distancing“, manchmal begleitet von ausweichenden Blicken, kühler Distanz und skeptischer Begutachtung der Mitmenschen, sollte nicht zur „neuen Normalität“ werden. 

Ich wünsche uns, dass wir uns daran erinnern, mit dem Menschen hinter der Maske zu sprechen. Ich wünsche uns, dass wir uns nicht ängstlich aus dem Weg gehen, sondern mit Respekt Abstand halten, wenn es notwendig ist. Ich wünsche uns allen, dass wir in Kontakt bleiben.

Eure Melanie


4. Mai 2020, Beitrag von Melanie M.

Gesundheit ist ein Prozess

In diesem Satz habe ich für mich eine wichtige Wahrheit erkannt. Oft suchen wir Menschen nach einem „Wunderrezept“ - nach der einen Übung, nach dem einen Superfood, nach der einen richtigen Lösung, die uns Gesundheit schenken wird. Wie oft liest man von Ernährungsformen, Schlafrhythmen, oder sonstigen Methoden, um optimale Gesundheit zu erlangen. „Du musst doch nur dies oder jenes tun, um gesund zu sein“, heißt es da so oft.


Meiner Ansicht nach, liegt aber genau darin die Gefahr, seine Gesundheit als ein beliebig anpassbares Objekt zu sehen. Eine Sache, die man durch einzelne Handlungen perfektionieren kann, schnell und effektiv. 

Gesundheit ist eine innere Haltung und keine To-do-Liste, die man abarbeiten muss. Gesundheit ist eine Lebenseinstellung, bei der es darum geht, seine Gedanken, Gefühle und Handlungen so zu gestalten, damit ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Die vielen kleinen Entscheidungen, die man täglich trifft, erzeugen entweder ein wunderschönes Mandala in uns, oder sie stören seine Harmonie.

Gesundheit ist ein Prozess, der mit jedem „harmonischen“ Schritt das Mandala mehr und mehr zum Strahlen bringt.

Ich wünsche dir Kontinuität, Bewusstheit, Geduld und Sanftmut als hilfreiche Begleiter auf deinem Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden.



30. April 2020, Beitrag von Melanie M.

Mit offenen Armen.


Wann hast du das letzte Mal deine Arme weit ausgestreckt, sie zur Seite hin geöffnet und tief durchgeatmet?

Hinter dieser Bewegung steckt eine intensive Dehnübung, vor allem für die Brustmuskulatur, aber auch für die Arm- und Halsmuskulatur.

Bevor du diese Dehnung machst, beginne aber wie immer damit, die jetzige Situation wahrzunehmen. Wenn du weißt, wie sich dein Körper jetzt gerade anfühlt, spürst du besser, was du brauchst. Und dann kannst du auch entscheiden, ob das, was ich dir hier an Übungen anbiete, im Moment hilfreich für dich ist.

Werde dir also bewusst, wie sich dein Oberkörper anfühlt. In welcher Position sind deine Schultern; sind sie vielleicht etwas nach vorne gezogen, oder sogar nach innen rotiert? Sitzt du aufrecht? Ist dein Kopf leicht nach vorne gekippt? Fühlt sich dein Brustkorb eng oder weit an? Sitzt oder stehst du so, dass du frei atmen kannst? Versuche dabei, nicht gleich etwas verändern zu wollen, oder darüber zu urteilen. Sei einfach neugierig darauf und nimm‘ wahr, wie es jetzt gerade ist.

Wenn du dir genügend Zeit für dieses Erforschen gibst, stellt sich oft auf ganz natürliche Weise eine Veränderung der Haltung ein. Nicht aus dem Verstand heraus, weil man einmal gehört hat, dass man aufrecht sitzen soll. Sondern, weil man durch diese bewusste Aufmerksamkeit ganz klar spürt, wo sich etwas im Körper unangenehm anfühlt.
Ist man aber z.B. auf sein Smartphone konzentriert, bemerkt man nicht, dass der nach vorne geneigte Kopf sehr schwer ist und den Nacken belastet. Man spürt auch nicht, dass der Atem in bestimmten Körperhaltungen nicht frei fließen kann. Die fehlende Achtsamkeit für den Körper verhindert das.

Falls du bei dir bemerkst, dass dein Oberkörper sich etwas in Richtung Brustbein zusammenzieht, dann empfehle ich dir Folgendes: Öffne deine Arme!

Strecke deine Arme auf Schulterhöhe nach vorne aus, sodass sich die Handflächen berühren. Öffne nun in einer langsamen Bewegung die Arme, so, als ob du jemanden mit einer weiten Umarmung empfangen möchtest. Dabei bemerkst du, wie sich deine Wirbelsäule ganz von selbst aufrichtet. Strecke die Arme soweit seitlich aus, bis du ein leichtes Ziehen (keinen Schmerz!) spürst. Bleibe in dieser Position und atme einige Male tief ein und aus. Kannst du wahrnehmen, wie sich beim Einatmen dein Brustkorb öffnet, und wie das Brustbein, wie an einer Schnur befestigt, nach oben gezogen wird?

Löse dich dann vorsichtig aus dieser Dehnung. Beende die Übung, indem du wieder für einige Augenblicke wahrnimmst, wie du dich jetzt fühlst.

In diesem Sinne: Begrüße deinen Tag mit offenen Armen!

25. April 2020, Beitrag von Melanie M.

Die Kunst der freundlichen Aufmerksamkeit


Einfach nur wahrnehmen.

Nichts verändern wollen.
Nicht als richtig oder falsch bewerten.
Keinen Idealzustand verfolgen.
Nur wahrnehmen.


Richte heute deinen Fokus auf deine Schultern.

Lege zuerst deine Hände auf die Schultern - das hilft dir dabei, deine Aufmerksamkeit dorthin zu lenken. Entscheide selbst, ob du beide Schultern gleichzeitig berühren magst (so, als ob du dich selbst umarmen willst), oder, ob du die Hände nacheinander auf die linke und rechte Schulter legst. Bleibe für einige Atemzüge so und lasse die Hände dann wieder fallen.

Nun kannst du deine Schultern sanft nach oben ziehen und wieder fallen lassen. So kannst du weiter beobachten, wie sich dieser Bereich gerade anfühlt. Fällt es dir schwer, die Schultern fallen zu lassen? Ist es angenehm, sie nah zu den Ohren zu ziehen? Fühlt sich die Bewegung leicht und fließend an? Dabei gibt es kein falsch, oder ein „so müsste es eigentlich sein“. Beobachten, wahrnehmen - mehr musst du jetzt gerade nicht tun.

Schließe nun deine Augen. Beobachte, was beim Atmen in deinen Schultern passiert. Bleibe in deinem natürlich Atemrhythmus. Atme ein...Kannst du spüren, wie sich die Schultern leicht anheben und wie sie sanft nach außen gedrückt werden? Atme aus...Was kannst du nun beobachten?

Ist es dir gelungen, die Aufmerksamkeit auf deine Schultern zu richten? Hast du wahrgenommen, wie sich dieser Bereich für dich anfühlt - ohne zu analysieren und es anders haben zu wollen?

Aufmerksam beobachten.
Das ist alles.
Das bedeutet es, achtsam zu sein:
Seinem Körper freundlich zuzuhören, wie einem guten Freund.

14. April 2020, Beitrag von Melanie M.

Frohe Ostern !


Lieber Kunde, liebe Freunde,

ich wünsche Dir und Deiner Familie ein schönes Osterfest und erholsame Feiertage.

Gerne möchte ich diese Gelegenheit nutzen, um ein paar Gedanken mit Dir zu teilen, denn dieses Osterfest ist ein ganz besonderes für mich. Und vielleicht ist es das auch für Dich.

Ostern ist das Fest der Auferstehung und in diesem Jahr haben wir die Möglichkeit, wie ich finde, es auf eine ganz neue Art und Weise für uns zu entdecken. Auferstehung - was für ein großes und wundervolles Wort. In religiösem Kontext sind wir vertraut mit diesem Begriff und seiner Bedeutung. In diesen Tagen jedoch, nehme ich Ostern auf einer viel persönlicheren Ebene wahr, als ich es sonst tue. So, als ob mich „diese Sache“ mit der Auferstehung wirklich etwas angeht. Und dabei meine ich das weit weniger theatralisch, als es klingt...aber nicht weniger bedeutsam.

Die Herausforderungen der letzten Wochen waren groß und haben sich in beruflicher, zwischenmenschlicher und ganz persönlicher Hinsicht gezeigt. Ebenso groß war die Vielfalt der Meinungen und Informationen, die auf uns eingeströmt sind. Wie soll man sich da zurecht finden?

Indem man sich ausrichtet und sich an seinen Werten orientiert und an dem, was einem wirklich wichtig ist. So wie sich Jesus in der Ostergeschichte an Gott orientiert hat, so kann jeder von uns die Richtung seines Fokus frei wählen. Ich nutze dieses Fest, um meine wahren Werte wieder auszugraben, die in den vergangenen Jahren zwischen Erziehung und Schule, zwischen leisten und belohnt werden, und zwischen dem Scheinen und dem Schein bewahren verloren gingen. Ich möchte meine Wertevorstellungen prüfen und meinen Lebenskompass wieder danach ausrichten.

Sich bewusst zu machen, was das Wesentliche im eigenen Leben ist, und auch danach zu handeln, kostet Mut und Ehrlichkeit - vor Allem mit sich selbst. Die Belohnung dieser neu gewonnenen Klarheit aber, ist groß. Es lässt uns auferstehen aus der Unklarheit und Orientierungslosigkeit. Dann feiert die Aufrichtigkeit ihre Wiederauferstehung. Und dann können wir unser Leben integer und authentisch führen, ausgerichtet nach unseren wahren Werten.

Ich lade dich ein, dich auf deine Werte zu besinnen. Was brauchst du, um dich auf ein glückliches und zufriedenes Osterfest zu freuen? Was trägt dazu bei, dass du dich, trotz der Stürme in der Welt, sicher fühlst? Wer oder was gibt dir auch an schwierigen Tagen einen Sinn? Richte dich danach aus und feiere deine Erkenntnisse.

12. April 2020, Beitrag von Melanie M.

Atempause

Atmen.
Mach‘ eine Pause - 
nur für einen Moment.
Unterbrich‘, 
was du gerade tust, und
über was du nachdenkst.

Halte inne.
Jetzt.
Atme ein.
Atme aus.
Einatmen.
Ausatmen.
Atme ein.
Atme aus.
Sei still und klar.
Genieße die Frische in deinem Körper.
Spüre den Reset in deinen Nerven.
Sei kraftvoll und wach.
Mach‘ eine Pause -
nur für einen Moment.


8. April 2020, Beitrag von Melanie M.

Gesunde Hände


Bei den Massagen stelle ich oft fest, dass die Hände und Unterarme meiner Kunden verspannt, manchmal sogar verkrampft sind, ohne dass sie sich dessen bewusst sind. Diese Bereiche zu lockern bringt meist eine Erleichterung, die bis in den Nacken zu spüren ist - einfache Wege zur Entspannung findest du am Ende des Textes.

Führen wir uns einmal kurz vor Augen, was die Hände so alles leisten.
Die feinmotorischen und sensorischen Fähigkeiten unserer Hände sind unglaublich komplex und faszinierend und unzählige Informationen werden über sie aufgenommen und auch wieder ausgedrückt.

Mit über dreißig Muskeln, die größtenteils vom Unterarm bis in die Hand reichen, vollbringen wir alltägliche Bewegungen, wie etwa Gemüse klein zu schneiden oder das Smartphone zu bedienen. Aber auch Präzision und genaueste Kontrolle, wie das beispielsweise ein Tätowierer oder Musiker beherrscht, sind möglich.

Darüber hinaus können wir durch den komplexen Tastsinn die Dinge spüren, begreifen und ertasten - angefangen beim Stoff der Kleidung, über eine Buchseite, die man umblättert, bis hin zu einer sanften Berührung eines lieben Menschen.

Schenke deshalb deinen Händen immer wieder einmal besondere Aufmerksamkeit:

• Ein warmes Handbad fördert die Durchblutung und entspannt die Muskulatur. Informiere dich auch über Wechselbäder (nach der Kneipp-Methode), wenn du unter chronisch kalten Händen leidest.

• Handmassage: Setze dich bequem hin und beginne damit, Hautöl auf beiden Händen und Unterarmen (UA) zu verteilen. Streiche dann für einige Minuten die UA vom Ellbogen in Richtung Handgelenk aus. Verwende dafür die Fingerknöchel, den Daumen, die Handfläche oder umfasse den UA mit der ganzen Hand. Die Hand selbst massierst du anschließend am besten intuitiv - so, als ob du neugierig deine Hände und Finger erkundest - dann kommen die „Griffe“ ganz von selbst.

• Handchakren aktivieren: Setze oder stelle dich aufrecht hin und reibe für eine halbe Minute deine Handflächen, gerne etwas kräftiger und schneller, aneinander. Löse dann die Handflächen leicht voneinander, bis ein Abstand von 2 bis 5 cm dazwischen entsteht und bleibe für einige Minuten in dieser Position.

5. April 2020, Beitrag von Melanie M.

Das Sonnengeflecht - Teil 1

Der Solarplexus ist für mich eines der faszinierendsten Strukturen des menschlichen Körpers. Der Solarplexus, auch Sonnengeflecht genannt, bezeichnet ein Netz aus Nervengewebe im Bauchraum, das an die Form einer Sonne erinnert. Er befindet sich in der Tiefe des Oberbauchs, in etwa hinter dem Magen. Hauptsächlich kommen die Nerven des Geflechts von den Bauchorganen und liefern Informationen an das Gehirn und umgekehrt. Dadurch werden z.B. die Darmtätigkeit und die Drüsensekretion geregelt.
Über das Sonnengeflecht kannst du u.A. indirekt die Funktion deiner Verdauungsorgane beeinflussen und somit für eine wohligeres Gefühl in deinem Bauchraum sorgen.

Drei einfache Tipps dazu:
• Stimuliere mit leichtem Druck, für etwa eine Minute, den Fußreflexzonenpunkt „Solarplexus“ an beiden Füßen gleichzeitig. Diese Zone, die sich wie eine weiche Mulde anfühlt, findest du an deiner Fußsohle am unteren, inneren Rand des Großzehenballens (siehe Bild).
• Atme einige Male tief in deinen Bauchraum, wobei das Ausatmen doppelt so lange sein sollte als das Einatmen.
• Lege deine vorgewärmten Hände (z.B. durch festes Aneinanderreiben) auf deinen Oberbauch und massiere diesen Bereich sanft im Uhrzeigersinn.

Teil 2

Wie ihr im ersten Teil erfahren habt, dient der Solarplexus u.A. als Vermittler zwischen verschiedenen Organen. Um genau zu sein, stellt er eine Verbindung zwischen Herz, Lunge, Darm, Bauchspeicheldrüse, Magen und Stimmapparat her. Informationen werden im Solarplexus verarbeitet und notwendige Reaktionen werden eingeleitet. Und das alles passiert ohne unseren Willen und kann nicht direkt vom Verstand beeinflusst werden - es ist also ein autonomes System.

Meistens ist uns gar nicht bewusst, welche Abläufe in unserem Körper gerade stattfinden. Wenn wir etwas essen z.B., ist es selbstverständlich, dass unser Körper das schon „irgendwie“ regelt - und genau das tut er.
Warum ist das wichtig für uns? 
Um bewusst darüber zu werden, was unser Körper so alles leistet. Und auch, um mehr Mitgefühl für ihn zu haben. 

Unser Solarplexus, verarbeitet und koordiniert starke Reize, die wir gar nicht als solche wahrnehmen: Er veranlasst Körperreaktionen, um das im Stehen verschlungene Mittagessen zu verdauen, den Puls zu beruhigen, der nach einem aufwühlenden Gespräch in die Höhe geschossen ist, oder den Sauerstoffmangel auszugleichen, wenn wir wieder mal stundenlang flachatmig vor dem PC sitzen.

Fazit: Wir können zwar nicht direkt in ein autonomes System eingreifen, aber wir können es indirekt unterstützen und entlasten (siehe Teil 1: Atmen, Reflexpunkte, Bauchmassagen). 
Vor allem aber können wir wählen, welchen Reizen wir uns aussetzen - das heißt Körper-Mitgefühl.

Teil 3

Immer wieder kommen Menschen in meine Praxis, die Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen haben. Manchmal liegt die Ursache darin, dass man sich nicht richtig entspannen kann und einfach nicht zur Ruhe kommt.

Nervosität, Sorgen, oder Anspannungen im Körper reizen das Nervensystem. Meistens bleiben diese Vorgänge sogar unbewusst und man bemerkt gar nicht, dass z.B. der Bauch angespannt ist, oder dass da eine Unruhe ist - weil wir es so gewohnt sind und weil wir Meister im Kompensieren sind.
Wie du bereits weißt, stellt der Solarplexus eine zentrale Rolle des autonomen Nervensystems dar, d.h. es werden dort automatisch und unbewusst Informationen verarbeitet. Erinnern wir uns an dieser Stelle daran, dass uns oft unbewusste Gedanken, Gefühle und körperliche Anspannungen vom schlafen abhalten.
Was kannst du nun tun?

Nutze die Schaltstelle „Solarplexus“, um über das autonome Nervensystem unbewusste Vorgänge zu beruhigen!
Die richtigen Reize beruhigen das Sonnengeflecht. Dadurch aktiviert sich der Teil des Nervensystems, der Erholung und Regeneration fördert und das wiederum entspannt auch die Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen. Du nutzt also die Körper-Geist-Seele Verbindung.

Ein paar Ideen dazu hast du bereits im ersten und zweiten Teil bekommen -> Atmung, Bauchmassagen, Reize minimieren (vor allem abends!), Fußreflexpunkt, usw.

Aktuelles

Liebe Kunden, liebe Freunde,


was für eine Zeit! Wir sind gefordert, zwei scheinbare Gegensätze zu vereinen: Isolation und Zusammenhalt. Es ist eine ganz besondere Zeit, in der wir auf uns selbst zurück geworfen werden und gleichzeitig findet eine unglaubliche Fürsorge für Andere statt.
Es ist zweifellos eine Meisterleistung, die wir hier vollbringen. Wir ziehen uns zurück, isolieren uns und erfahren, - ganz unvorbereitet und ohne Übung - wie es ist, unser Leben ohne die täglichen Ablenkungen zu führen. Wir werden konfrontiert mit Ängsten und Zukunftssorgen, die viele von uns so noch nicht gekannt haben. Und wenn du dir eingestehen musst, dass dich gewisse Ängste verunsichern und du dich überfordert fühlst, glaube mir - du bist mit dieser Erfahrung nicht allein!

Ich wünsche uns allen, dass wir die Kraft und den Mut haben, hinzuschauen auf diese dunklen Flecken in unseren Gedanken und Gefühlen. Denn da, wo wir unser Bewusstsein hinlenken, da scheint auch Licht hin. Unsere Ängste sind wie ein Keller, den wir lange nicht betreten haben. Er ist verstaubt, unordentlich und kühl. Lasst uns aufräumen! Und das funktioniert bekanntlich besser, wenn wir das Licht einschalten. Das Licht unseres Bewusstseins ist aber auch an anderer Stelle gefragt. Die aktuelle Situation verlangt von uns mehr, als sich nur um sich selbst zu kümmern. Wenn wir uns zurückziehen, damit wir uns selbst schützen, arbeitet unser natürlicher Instinkt. Und das ist gut so. Persönlicher Verzicht, um andere zu schützen, das jedoch ist pure Nächstenliebe! Und ich bin zutiefst berührt von dieser Welle an spürbare Menschlichkeit.

„Doors are closed, but our hearts are wide open.“
„Die Türen sind verschlossen, aber unsere Herzen weit offen.“

Meine Praxis bleibt ab Montag, den 16.3., vorübergehend geschlossen. Für akute Probleme stehe ich nach Absprache zur Verfügung.

Alles Liebe,
Eure Melanie

16. März 2020, Beitrag von Melanie M.

Wintersonnenwende 22.12.2019

An diesem besonderen Zeitpunkt erleben wir den kürzesten Tag des Jahres. Auch wenn das die größte Dunkelheit bedeutet, so steckt zugleich der Wendepunkt zum Licht darin.

Die kurzen Tage bringen jedoch einige Herausforderungen für Körper und Psyche mit sich. Auf physischer Ebene wirkt sich das mangelnde Tageslicht auf das Hormonsystem (u.A. Vitamin D-Mangel, vermehrte Melatoninproduktion, weniger Serotoninausschüttung) aus. Das macht uns oft müde, wir fühlen uns antriebslos, oder hängen in einem anhaltenden Stimmungstief fest. Der Körper fühlt sich schlapp und die Motivation ist generell niedriger als gewohnt.

Gerne zeige ich euch, wie ihr mit einfachen Klopfungen, Streichungen und Massagen diese Zeit kraftvoll und gesund erleben zu können. 

„Get some light, to shine bright“
Es ist wichtig, jeden Tag ins Freie zu gehen, um zumindest etwas Tageslicht zu absorbieren. So überwindest du dich bei jedem Wetter: Sobald die Entscheidung zum Spazierengehen getroffen ist, ziehe sofort die passende Kleidung an (außer deiner Winterjacke). Stelle dich aufrecht hin und klopfe mit den Fingerspitzen ein paar mal sanft auf dein Brustbein. Mache dann 5 bis 10 Kniebeugen, um deine Beinmuskulatur aufzuwärmen. Klopfe dann deine Beine seitlich und hinten von oben nach unten ab. Jetzt fühlst du dich aktivierter - also schnell rein in die Winterjacke und raus an die frische Luft.


„Morning call“
Setze die idealen Impulse am Morgen und aktiviere deinen Körper wohlig und sanft:Reibe deine Nierengegend mit beiden Handflächen kräftig ab und streiche dann einmal auf der Beinrückseite bis zu den Füßen nach unten. Aktiviere außerdem die Fußmuskulatur indem du z.B. die Zehen bewegst, sie spreizt, einziehst und wieder streckst, oder die Fußsohlen mit einem Tennisball massierst. Die Nierenenergie reguliert deinen Energiehaushalt und über die Fußreflexzonen werden die Körpersysteme optimal angeregt.


„Kaffee mit Massage statt Milch“
Für das Nachmittagstief, oder für zwischendurch, empfehle ich dir den Kopf- und Gesichtsbereich anzuregen: Klopfe mit den Fingerspitzen und mit mäßigem Druck die Stirn, die Schädeldecke und dann den Hinterkopf ab. Bemerkst du schon, wie du dich wacher fühlst? Reibe dann deine Handflächen kräftig aneinander und lege sie sanft auf dein Gesicht. Einatmen, Ausatmen und erfrischt den Tag fortsetzen.


„Loslassen statt Festhalten“
Die Kälte lässt uns oft unbewusst die Schultern nach oben ziehen und der Nackenbereich verspannt sich. Nutze den Abend, um diese Haltung wieder bewusst loszulassen. Ziehe dazu beim Einatmen beide Schultern stark nach oben. Atme !kräftig! aus und lasse zugleich die Schultern nach unten fallen. 
Bei Nackenverspannungen hilft außerdem eine Arm-Massagen. Fasse dazu mit einer Hand um den Unterarm und streiche mit Druck einige Male vom Ellbogen bis zu den Händen. Streiche auch alle Finger einzeln aus und wiederhole das ganze auf der anderen Seite. Verwende dafür am Besten ein Hautöl.


Ich wünsche Dir ein licht- und kraftvolles Sommersonnwend-Fest!


22. Dezember 2019, Beitrag von Melanie M.

Tiefenentspannt

Für mich ist es jedes Mal aufs Neue faszinierend, wenn Menschen während einer Behandlung in eine tiefe Entspannung fallen. Hast du dir einmal bewusst gemacht, wie umfangreich die positiven Effekte von Tiefenentspannung sind? Meiner Erfahrung nach vereint dieser Zustand körperliche Regeneration, mentale Klarheit und emotionale Ruhe.

Intuitiv spüren wir, dass es etwas unglaublich Wertvolles ist, wenn wir entspannt sind. Der Zustand der Tiefenentspannung kann sich ein bisschen wie Heimkommen anfühlen. Loslassen und gleichzeitig verbunden sein mit sich selbst. Es ist wie ein Wassertropfen, der sanft in den See hineinfällt und sich darin ausdehnt. 


Tatsächlich lässt sich die gesundheitsfördernde Wirkung von Entspannung auch messen. Für den Körper bedeutet Entspannung u.a. ein Nachlassen der Muskelspannung, Senkung des Blutdrucks, der Herz- und Atmungsfrequenz, sowie den positiven Einfluss auf die Verdauungs- und Hormondrüsenfunktion. Das ist der ideale Zustand für den Körper, um zu regenerieren, zu reparieren, zu genesen.

Messbar ist auch eine veränderte Aktivität im EEG. Im Zustand der Tiefenentspannung schwingen die Gehirnwellen auf einer langsamen Frequenz (3 - 8 Hz), man spricht dann von den Theta Wellen. Dieser Bereich fördert besonders die Kreativität und Intuition.


Hinter dem für Marketingzwecke missbrauchten Wort „Entspannung“, steckt also viel mehr als ein Wellnessurlaub, ein vermeintlich nicht notwendiges Luxusgut, oder eine „Einfach mal abschalten-Behandlung".

Der Zustand der Tiefenentspannung fördert Heilung, den intuitiven und kreativen Flow und Klarheit.


8. Mai 2020, Beitrag von Melanie M.

Die Dinge „begreifen“

Wo genießt du deine freie Zeit? Wo ist dein Lieblingsplatz in der Natur? Bestimmt hast du ein Foto davon.
Apropos Foto - unsere Umgebung wirkt am stärksten durch unseren Sehsinn auf uns ein: Wir schauen uns um, machen Bilder, betrachten die Dinge. Wenn ich dich nach diesem Lieblingsplatz fragen würde, würdest du mir wahrscheinlich beschreiben, wir es dort aussieht, oder?


Erwachsene vergessen oft auf die anderen Sinne, und am allermeisten auf den Tastsinn. Beobachtet man Kinder beim Spielen, erkennt man sofort, dass sie die Welt auch „begreifen“. Je älter Menschen werden, desto zurückhaltender werden sie damit. 

Mich persönlich fasziniert es sehr, welches Potenzial der Tastsinn in sich birgt. Dieser Sinn liefert sehr starke Reize und fordert viel Aufmerksamkeit. Dadurch werden die Gedanken, das Nachdenken und Grübeln für einen Moment leiser. Aufmerksam zu fühlen, zu ertasten, zu spüren, ist für mich ein natürlicher Weg, um präsent zu sein. Warum ist das so?

Hast du dir schon mal überlegt, dass dein Körper das Einzige ist, das immer in der Gegenwart ist? Er kann nicht in der Vergangenheit sein und auch nicht in der Zukunft. Unsere Haut ist das größte Sinnesorgan und „verbindet“ uns stärker mit dem Körperempfinden, als es die Ohren, die Nase, die Zunge, oder die Augen tun. Durch die „Gegenwärtigkeit“ unseres Körpers, ist der Tastsinn das ideale Mittel, um im Hier und Jetzt sein. 

Wenn also dein Kopf mal wieder nicht aufhören will zu plappern, erinnere dich an diesen Text. Und das Beste daran ist: deinen Körper hast du immer dabei.

Die Natur bietet so unglaublich viele verschiedene Strukturen, die mit den Händen ertastet werden können. Probier‘ es aus und „begreife“ das nächste mal deinen Lieblingsplatz. Vielleicht sogar mit geschlossenen Augen. 


30. Juni 2019, Beitrag von Melanie M.

Natürliches Wachstum

Wann ist ein Baum eigentlich „fertig“? 


Wann ist ein Baum eigentlich fertig, quasi „ausgewachsen“?
Nie. Er sagt nicht: „Jetzt bin ich genauso, wie ich sein soll. Nun höre ich auf zu wachsen.“
Jeden Tag streckt er sich etwas mehr in die Höhe und breitet seine Äste aus.
Der Baum erlebt den Jahreszyklus hunderte Male und doch blüht und gedeiht er immer aufs Neue.
Er sagt nicht: „Ich kenne die Jahreszeiten auswendig. Ich hab‘ jetzt keine Lust mehr, schon wieder Früchte reifen zu lassen.“
Der Baum nutzt jedes Jahr, um die Ernte seiner neu gewachsenen Äste zu verschenken.

Wir Menschen haben dasselbe Potenzial. Lasst uns nicht stehen bleiben, nur weil die Schulzeit vorbei ist. Lebenslanges Wachstum liegt auch in unserer Natur. Wir können uns in allen Bereichen unseres Lebens ständig weiterentwickeln und entfalten. Und zwar so, wie es uns die Bäume vormachen - stetig, ohne Druck, natürlich und friedvoll. 🌱

Stelle dir gerne mal die Frage: „Wo will ich wachsen?“



19. Mai 2019, Beitrag von Melanie M.

Nicht-Tun,

nicht nichts tun.

 

In einer Zeit, in der wir täglich mit Leistungsoptimierung konfrontiert sind, nimmt auch das Bedürfnis nach einem Ausgleich zu. Das Streben nach einem gesellschaftlich anerkannten Ideal, vor allem in den Bereichen Karriere, körperliche Fitness, Persönlichkeitsentwicklung, Social Media Präsenz, Gesundheitsvorsorge und Bildung, hat einen hohen Stellenwert eingenommen. 
Wie erfrischend kann genau deshalb ein „zielloses Tun“ sein. Kreativ zu sein ist ein hilfreicher Weg, um sich bewusst dem Moment hinzugeben und mit Körper, Geist und Seele im Hier und Jetzt anzukommen. Es ist eine wunderbare Art, sich den Raum und die Zeit zu schenken, um das heilsame „Nicht-Tun“ zu erfahren (nicht zu verwechseln mit dem nichts Tun). Aus der Absichtslosigkeit heraus entstehen wunderbare Dinge, die sich jedoch meist erst zeigen, wenn wir entspannt und präsent sind. Dann nämlich öffnen wir uns für das, was im Alltag leicht übertönt wird und das uns keine Werbung, kein Influencer, kein Politiker und auch niemand sonst vorgeben kann: 
das Bunte, Einzigartige, Authentische und Bezaubernde. Es ist das, was einfach da ist. Immer.


Wenn du dich fragst, wie du kreativ sein kannst und dieses „Nicht-Tun“ erfahren kannst, dann schau dir die Kinder an. Sie sind fantasievolle Erfinder, neugierige Entdecker, mitfühlende Ko-Kreatoren, begeisterte und urteilsfreie Beobachter. Sie erschaffen Unglaubliches ohne Anstrengung, ohne Burn-out, ohne Frustration. Kinder erschaffen mit Leichtigkeit, mit Hingabe und mit Freude. Was machen sie anders als wir? Sie lassen sich die Dinge aus einem Moment heraus entwickeln, sie sind wie kleine Magier, die den jetzigen Moment anerkennen und wahrnehmen und darauf aufbauen. So wird ein kleiner Ast plötzlich zum hilfreichen Zauberstab.


30. April 2019, Beitrag von Melanie M.

Darf ich (mich) vorstellen...

Mein Name ist Melanie und ich arbeite als Heilmasseurin und Kreativitätstrainerin. Aufgewachsen und wohnhaft in den Tiroler Bergen, wurde mir schon als Kind ein ausgeprägter Sinn für die Schönheit der Natur, sowie für Bewegung und Gesundheit ganz allgemein mitgegeben. Auch das Malen und Basteln war ein wichtiger Teil in meiner Kindheit, und ist es bis heute. 

Neben der Kreativität schlägt mein Herz für die Menschen selbst, welche ich durch die vielen Begegnungen in meiner Arbeit immer wieder auf ihre unvorstellbare Vielfältigkeit kennenlernen darf. Schon früh interessierte ich mich für verschiedene Philosophien, um die Menschen besser verstehen zu können. Ein wichtiger Schritt, um Anderen mit Verständnis und Klarheit begegnen zu können, ist, sich selbst kennen zu lernen, mit den Schwächen und Stärken.

Auf dieser ziellosen Reise der Selbsterkenntnis - des mich selbst Erkennens - bin ich nun. Das Leben hat mir einen wunderbaren Partner geschenkt, der mich motiviert, fördert und fordert, auf diesem Weg weiterzugehen. Mit kleinen oder größeren Pausen, Ausflügen auf abgelegenen Pfaden, bequemen breiten Straßen, schlecht beschilderten Wegen mit Orientierungskrisen oder schönen Panoramawegen gehen wir immer weiter. Wir bewegen uns weiter, auch wenn wir das Ziel nicht kennen. Und genau darin liegt unsere Freiheit. Ziel-, jedoch nicht richtungslos den Moment zu leben. Jeden Schritt auf der Reise als das wahrzunehmen, was er ist - mal leicht, mal schwer, mal klein, mal groß. Es ist, wie es ist und es ist gut wie es ist.

Wenn du Lust hast, ein Stück deines Weges mit mir gemeinsam zu gehen, freue ich mich über dein Interesse an meinen Behandlungen, den Blog-Beiträgen, sowie über deine Teilnahme an meinen Kreativitätstrainings.